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der Lauf, der Liebe. - Alain de Button

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Der Lauf der Liebe - Alain de Botton.

Ein Buch, welches mich zutiefst fasziniert hat.

Mittlerweile beschäftige ich mich schon eine Weile mit dem Mysterium der Liebe. (wie wahrscheinlich einige von euch auch) 

Bisher leider irgendwie noch ergebnislos. Ich lese verschiedene Lektüren von Philosophen, Schriftstellern und Psychologen dazu und möchte mir am Ende meine eigene Meinung zu der Liebe und Beziehung bilden.

Jeder Mensch ist anders und nicht für jeden passt das gesellschaftlich anerkannte Modell der Ehe oder der monogamen Beziehung.
 
Alain de Botton gibt einen Ausblick darauf, was uns erwartet in einer Ehe, in einer langfrisigten monogamen Beziehung mit Kindern.
 
Endlich hat es jemand auf den Punkt gebracht und mir bestätigt was ich über das Modell zu wissen glaubte. Es ist der schwiergiere Weg, allerdings auch ein Weg, (wenn man ihn richtig beschreitet) der zu enormen Wachstum und Optimierung beider führen kann.
 
Für mich ein MUST-READ.
 
Hier ein paar Auszüge & Zitate: 
 
"es sagt uns etwas über den jeweiligen Status klaren Denkens im Verlauf der Ehe, dass es als unromantisch oder sogar gewöhnlich gelten würde, ein verlobtes Paar zu bitten, etwas genauer, mit Geduld und Selbsterkenntnis, zu erklären, was sie dazu gebracht hat, einen Heiratsantrag zu machen und anzunehmen. Und doch fragen wir natürlich immer überaus gerne, wo und wie sich dieser Antrag abgespielt hat."
 
"Ernsthafte Gedanken, die seine Entschlossenheit zur Ehe untermauern würden, gibt es nicht. Er hat keine Bücher über diese Institution gelesen, er hat in den letzten zehn Jahren nie mehr als zehn Minuten mit einem Kind verbracht, er hat noch nie ein Ehepaar skeptisch befragt oder gar mit jemand Geschiedenem eingehend gesprochen;"
 
"Die längste Zeit in der dokumentierten Geschichte haben die Menschen aus logischen Gründen geheiratet: Weil ihr Land an seines grenzte, weil seine Familie ein florierendes Getreideunternehmen hatte, ihr Vater der Magistrat der Stadt war, weil es ein Schloss gab, das unterhalten werden musste, oder weil die jeweiligen Eltern sich derselben Vorstellung einer Heiligen Schrift verpflichtet fühlten. Und solche Vernunftehen mündeten in Einsamkeit, Vergewaltigung, Untreue, Züchtigung, Kaltherzigkeit und Geschrei, das durch die Kinderzimmertüren zu hören war. Die Vernunftehe war, wenn man einmal ganz ehrlich ist, keineswegs vernünftig;"
 
"Er macht ihr einen Antrag, weil er erhalten, »einfrieren« will, was er und Kirsten füreinander fühlen. Er hofft, dem Gefühl von Ekstase durch den Akt der Eheschließung Dauer zu verleihen." 
 
"Die ganze Gesellschaft scheint darauf aus zu sein, Singles das Leben so unerfreulich und deprimierend wie möglich zu machen: Wenn die sorglosen Tage von Schule und Universität vorüber sind, bleiben Geselligkeit und Wärme eher die Ausnahme; das gesellschaftliche Leben dreht sich nun bedrückend um Ehepaare; es gibt niemanden mehr, den man anrufen oder mit dem man sich treffen kann. So wundert es wenig, dass wir, wenn wir jemanden halbwegs Anständigen finden, an ihm festhalten."
 
"Es kann gut ein, dass man sich eines Tages wundert, wie wenig Selbsterkenntnis wir heutzutage fürs Heiraten für notwendig erachten. Dann wird vielleicht eine völlig wertfreie, schon beim ersten Date angebrachte Standardfrage lauten, auf die von jedem eine tolerante, freundliche und nicht-defensive Antwort erwartet werden würde: »Inwiefern bist du verrückt?«"
 
"Ehe: ein hoffnungsvolles, großzügiges, unendlich liebevolles Glücksspiel, das zwei Menschen wagen, die noch nicht wissen, wer sie sind oder wer der andere wohl sein mag, die sich an eine Zukunft binden, die sie nicht begreifen und die sie wohlbedacht nicht genauer erforscht haben."
 
"Du bist mein bester Freund, und ich will dich verstehen und mit dir zurechtkommen, mit allen kuriosen Dingen, die du im Sinn hast. Ich werde nie in der Lage sein, genau das zu tun oder zu sein, was du willst, und umgekehrt, aber ich würde gerne davon ausgehen, dass wir uns gegenseitig anvertrauen, wer wir sind. Die Alternative wären Schweigen und Lügen, die eigentlichen Feinde der Liebe.«"
 
"Das oberflächlich irrationale, unreife, bedauernswerte und dennoch gängige Verständnis in der Liebe ist, dass der Mensch, dem wir uns verschrieben haben, nicht nur der Mittelpunkt unseres emotionalen Lebens ist, sondern auch, und zwar auf merkwürdige, objektiv gesehen verrückte und zutiefst ungerechte Weise, für alles verantwortlich, was uns zustößt, im Guten wie im Bösen. Darin liegt das sonderbare und abartige Privileg der Liebe."
 
"Ihre Beziehung ist insgeheim eine Art Projekt zur gegenseitigen Optimierung."
 
DANKE für dieses wundervolle Buch von Alain de Button. 

 

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